Wanderfahrt

Leitung: Rudi Hess-Bauer, Tel. 07127/31152

54. Wanderausfahrt
Wandern, Kultur und Wirtschaft
24.-30. Sept. 2017

Liebe Wanderfreunde, die Ausfahrt kann wie im Rundbrief beschrieben stattfinden. Auch die speziellen Punkte in Niederösterreich und im Gebiet Großer Venediger mit Maria Schnee sind fest eingeplant. Wie geht es weiter?: Mitte  August kommt der zweite Rundbrief mit allen Einzelheiten. Bis dahin mit besten Grüßen
Rudi Hess-Bauer


53. Wanderausfahrt SAV Neckartailfingen
In den hohen Tauern II
Wandern ,Kultur und Wirtschaft.
26.9. - 02.10.2016
An sieben Reisetagen sind wir beim Wandern in der Steiermark, Oberösterreich, Kärnten und dem Wendelstein unterwegs. Wie immer sind alle Wanderungen und Bergfahrten so geplant, dass jede Wanderung auch nur als Sightseeing Tour, also ohne oder mit wenig wandern mitgemacht werden kann. Unser zentraler Standort ist Ramsau am Dachstein. Auch Nicht- mitglieder sind herzlich willkommen an der Wanderausfahrt teilzunehmen.
Informationen bei Rudi Hess-Bauer, Tel. 07127 / 31152.


Nachbericht zur 52. Wanderausfahrt- In den hohen Tauern, 20.- 2 6.9. 2015

Am frühen Sonntagmorgen startete eine gutgelaunte Wandergruppe zur 52. W.- Ausfahrt. Unser erstes Reiseziel Herrenchiemsee, erreichten wir per Bus und Schiff bei bestem Wetter. Eine Führung durch das unvollendete Schloss, mit seinen monumentalen Räumen, Galerien und Wasserspielen beeindruckte uns sparsamen Württemberger sehr. Nach zügiger Fahrt über Radstadt und Schladming erreichten wir unser Hotel auf der Ramsau unter dem Dachstein.

Der Steierische Bodensee stand am zweiten Wandertag auf dem Fahrplan. Trotz des sehr trockenen Sommers konnte man den großen Wasserfall schon vom See aus sehen. Dort oben, weit über dem Wasserfall soll unser Ziel, die Hans Wödel Hütte stehen. Das bedeutete 400 Meter aufsteigen. Der Pfad war an der verbuschten Felsenwand nicht zu sehen. Die Mühe wurde reich belohnt, stand doch die Hütte in einem herrlichen Talkessel, eingerahmt von schroffen 2400m hohen Bergriesen, das Ganze ist als Naturschutzgebiet deklariert. Beim verdienten Einkehrschwung war der Jubel groß, als plötzlich unser Fahrer Waldemar unvermutet auf der Hütte eintraf. Nach dem kräftezehrenden Abstieg trafen alle, auch die Talwanderer, wohlbehalten am Bus ein.

Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt warum beim Einwandern wohl immer so ein deftiger Aufstieg dabei sei ?? Der dritte Tag war für eine Wanderung im Bereich der Bischofsmütze vorgesehen. Ein strahlend blauer Himmel und eine miese Wettervorschau für die nächsten Tage machte die Entscheidung für ein anderes Ziel, den Dachstein leicht. Also noch vor dem Frühstück alle Reservationen streichen und die Fahrt mit der Seilbahn auf den Huhnerkogel reservieren. Komentar des Sejorhotelschefs: geht’s aufi solang der Himmi noch blau ist.

Das Plateau des Dachsteingletschers hatte im Sommer drei Meter Eis verloren, die Gefahr, die von den Gletscherspalten ausging war groß, obwohl der Weg zur Seetaler Hütte gut präpariert war, waren die Spalten links und rechts des Weges gut sichtbar. Wer den eisigen Wind nicht scheute, konnte oberhalb der Hütte bis zum Großvenediger sehen.

Der Rückweg zur Bergstation wurde durch den eisigen Wind beschleunigt, selbst sehr schicke Kopfbedeckungen wurden sein Opfer und konnten wegen der Gletscherspalten nicht mehr geborgen werden. Mit einer Fahrt auf dem Dach der Seilbahn, rund 900m in die Tiefe zur Talstation, ging ein selten schöner Hochgebirgstag zu Ende.

Der vierte Tag war der Wirtschaft und der Kultur gewidmet. Per Bus ging es quer durch die Steiermark nach Donawitz zur VÖSTALPINE. Nach einer umfangreichen Sicherheitsbelehrung mit anschließender Einkleidung ging es für rund drei Stunden quer durch die sehr modernen Anlagen. Hochofen, Converter, Walzwerk und Stranggußanlage. Komentar einer Teilnehmerin: Grad wie wenn mr d Spätzle waagrecht nausdrucke dät! Sehr beeindruckt hat uns, dass wir beim Anstich des Hochofens dabei sein konnten und mit wenig Abstand sahen, wie das flüssige Roheisen mit ca. 1200° C aus dem Hochofen schoss und in unterirdischen Kanälen verschwand. Staunend wurde beobachtet wie im Walzwerk aus einem unförmigen Stahlklotz nachwenigen Walzvorgängen eine präzise schnurgerade 24m lange Eisenbahnschiene wurde.

Auf dem Rückweg stand das Benediktinerkloster Admont mit einer Besichtigung der weltberühmten Klosterbibliothek auf dem Programm. Eine kompetente Führung, durch die Welt der ältesten, von Hand geschriebenen Bücher, beeindruckte Alle. Mit der Erläuterung von vier überlebensgroßen Skulpturen, die Himmel, Hölle, Tod und Gericht darstellten, ging ein erlebnisreicher Tag, mit entsprechenden Bemerkungen zu den Skulpturen, zu Ende.

Für den fünften Tag war eine Wanderung entlang des Pasterzengletschers im Großglocknergebiet geplant. Schon auf dem Rückweg von Admont nach Ramsau hatte mich unser Ranger und Bergführer Markus angerufen und mich über, für die Jahreszeit außergewöhnlichen starken Schneefall, im Gebiet Großglockners informiert. Nach einer erneuten Rückfrage am nächsten Morgen lange vor dem Frühstück musste diese Fahrt und Wanderung abgesagt werden. Trotz wolkenverhangenem Himmel wurde der Krahbergzinken oberhalb der Planai- Weltmeisterabfahrt gelegen ausgewählt. Mit dem Bus sind wir nach Schladming und mit der Seilbahn auf die Planai 1906m hoch gefahren.

Mit gut 40cm Neuschnee hatten wir nicht gerechnet und so wurde aus dem Aufstieg zum Krahbergzinken eine fast weihnachtliche Rundwanderung durch einen tief verschneiten Tannenwald. Eine zünftige Einkehr im ÖAV Haus auf der Planai beendete den Tag.

Am sechsten Tag frühmorgens gleiche Wettersituation wie am Tag zuvor. Ein Anruf auf der Hofpürgelhütte bestätigte unsere Befürchtung, dass zu unserer Wanderung abgeraten wurde. Als leichtes Ersatzziel haben wir den Guschen ausgesucht. Mit Bus und Seilbahn kamen wir sehr schnell auf den Hochwurzen. Nach einer kurzen Wanderung mit unklaren verschneiten Wegverhältnissen wurde beschlossen zurück zur Bergstation zu gehen. Wohl gestärkt Wanderten wir gute 7km talwärts zum Bus. Endlich ausgiebig Zeit im Hotel alle Wellnessangebote auszunutzen.

Die Rückfahrt am siebten Tag hat uns, beim Grenzübergang, etwas Sorgen bereitet. Waren wir doch für 10.30 Uhr zu einer Führung durch die Heilkräutergärten der Firma Salus in Bruckmühl verabredet. Bereits vor dem Grenzübergang wurde unser Bus der Bundespolizei per Funk gemeldet, deshalb konnten wir ohne Stopp in Bayern einreisen. Unser Führer durch den Heilkräutergarten entpuppte sich als großer Kenner der Heilpflanzenwelt und deren Anwendung. Das Interesse der Zuhörer war entsprechend groß, nach gut zwei Stunden musste Vorlesung im freien abgebrochen werden. Eine interessante und muntere Wanderwoche war vorbei. Wohlbehalten erreichte die Wandergruppe Neckartailfingen.

Termin für die 53. Wanderreise, 2016: Mo. 26. Sept.- So. 2. Okt.

Rudi Hess-Bauer

Auf dem Dach der Seilbahngondel tausend Meter in die Tiefe!

Ein Reisebericht zur 51. Wanderausfahrt des SAV, zwischen Dachstein und Großglockner. Teil 1

1. Tag Eine gut gelaunte Reisegruppe startete bei strahlendem Wetter am 28.9. zur Fahrt in die Steiermark. Um die Mittagszeit treffen wir in der Mozartstadt Salzburg ein. Je nach Interesse wiedmen wir uns beim Stadtbummel der Kultur, also Dom mit Domplatz und Franziskanerkirche, oder dem shopping in der Getreidegasse mit allen erdenklichen grossen und kleinen Geschäften. Nicht bedacht haben wir den sonntäglichen Ladenschluss, sehr zum Leidwesen unserer Damen. Nachdem wir mit viel Glück und Improvisation Ritva, aus Helsinki kommend am Bahnhof abgeholt haben und Paul uns mitteilte, dass er am anderen Ende von Salzburg für das Parken um 38 € erleichtet wurde, war es Zeit Salzburg zu verlassen und zügig unser Reiseziel Ramsau am Dachstein anzusteuern. In der Abendsonne präsentiert sich das Hotel und dahinter das Bergmasiv des Dachsteins als Postkartenmotiv. Ein mehrgängiges Empfangsmenu beschliesst sehr positiv den Abend.

2. Tag Das gemütliche Einwandern auf der Reiteralm 1741m erweist sich zunächst als Hochgebigsfahrt für Paul. Wegen Kanalisationsarbeiten muss der Bus wenige Meter unterhalb der Reiteralm halten. Schnell teilen sich die Wandergruppen ein. Vorbei an dem Speichersee, notwendig für den Kunstschnee, geht es dem Spiegelsee auf 1820m gelegen zu. Ein wolkenloser Himmel lässt die Sonne, beim steilen Aufstieg auf den Ripptek 2126m, so richtig zur Wirkung kommen. Ein herrlicher Panoramablick in die hohen Tauern und bis zur Venedigergruppe belohnt die Bergsteiger auf dem Höhenweg. Nach einem Einkehrschwung auf der Reiteralm bringt uns Paul sicher zurück nach Ramsau. Nach dem Abendessen beschließt ein Plausch in gemütlicher Runde den Tag.

3. Tag Kultur und Wirtschaft steht heute auf dem Fahrplan.Durch eine sich langsam abflachende Hochgebirgslandschaft, quer durch die Steiermark, erreichen wir Bruck an der Mur, eine geschäftige Siedlung an der ehemaligen Salz-und Eisenstraße. In Kapfenberg werden wir bei Norske Skog zur Besichtigung einer modernen Paperfabrik erwartet. Eine Führung durch die gesamten Werksanlagen gibt einen tiefen Einblick in die Welt der Papierherstellung. Mit zwei Papiermaschinen werden im Jahr ca. 403 000 Tonnen hochwertiges Papier hergestellt, unter Einhaltung strenger Umweltstandarts. Eilend fahren wir mit unserem Bus durch das mäanderförmige Murtal in die steiermärkische Landeshauptstadt Graz. Mit 270 000 Einwohner ist es die zweitgrößte Österreichische Stadt. Eine sehr informative Stadtführung von Frau Barbara, per Bus und zu Fuß im gut erhaltenen historischen Stadtkern schließt sich an. Als glanzvolle Residenzstadt der Habsburger zählt Graz zu den besterhaltenen historischen Altstädten in Europa und ist deshalb Weltkulturerbe der UNESCO seit 1999. Durch das Murtal und über die Tauernautobahn fahren wir zurück nach Ramsau am Dachstein, fast quer durch die Steiermark.

4. Tag Mit Salzburger Schnürlregen und einer geschloßene Wolckendecke empfängt uns am Mittwochmorgen der Dachstein. Die geplante Gletschertour auf dem Dachstein muß verschoben werden.Wir beschließen die Wanderung Hauser Kaibling – Moaralmsee vorzuziehen. Während des Frühstücks hat Rudi alle nachfolgenden Termine gekanzelt und neu festgemacht. Wir fahren mit unserm Bus über Schladming nach Haus im Ennstal. Die alte Tauern- Seilbahn bringt uns mit vier Gondeln und umsteigen sicher zur Bergstation auf 1840Hm gelegen, zum Ausgangspunkt unserer Wanderungen. Eine lange Diskussion über den Grund für das Umsteigen auf halber Strecke verkürzt die Wartezeit bis alle die Bergstation erreicht haben. Wir sind zwar unter den Wolken, aber der Schnürlregen wird uns mehr oder weniger den Tag über begleiten. Schnell bilden sich drei Gruppen, unsere Touristen machen einen kleinen Spaziergang mit Einkehrschwung in die Krummholzhütte der Sektion Wien des ÖAV mit ausgezeichneter Küche. Die schnelle Truppe macht sich auf Weg links um den Hauser Kaibling um über den Rossfeldsattel zum Treffpunkt Naturfreunde Haus zu kommen. Die andere Gruppe wandert über eine Forststasse ebenfalls zum Naturfreunde Haus.Nach einer notwendigen, nicht zu kurzen Jause, geht es gemeinsam zurück zur Bergstation. Von den 900 Schafen haben wir nichts gesehen, wohl aber jede Menge Technik zum Beschneien der Skipisten. Am Abend hat das Hotel in die Waldschenke zum Steirischen Buffet eingeladen. Nach reichlichem gutem Essen und Trinken waren die ausen liegenden, mit Teppich belegten Treppen, besonders rutschig... vom Schnürlregen natürlich.

5. Tag Der Dachstein Bergwelt in Stein und Eis hüllt sich noch immer in den Wolken aber der Schnürlregen hat sich verzogen. Mit der Hoffnung, dass wir über den Wolken sind, wird der Bus gestartet und in wenigen Minuten sind wir bei der Talstation Türlwand angekommen und überwinden mit der Seilbahn fast 1000 Hm zur Station Hunerkogel auf 2700 Hm gelegen. Dicker Nebel empfängt uns,was tun? Die Touristen beschließen zunächst auf der Bergstation zu bleiben und das umfangreiche Angebot von Sky Walk, Hängebrücke, Eispalast und Gletscherrestaurant zu geniesen. Die Wandergruppe steigt zum Gletscher ab. Nachdem wir die Sichtweite auf zwei bis drei Markierstangen festgestellt haben, beschließen wir uns auf den Weg zur Seetaler Hütte zu machen. Es ist ein eigenartiges Gefühl wenn fast nicht hörbar ein gelber Bagger aus dem Nebel auftaucht und vom Hunerkogel her uns ein Motorschlitten mit schemenhaften Gestalten überholt. Diese haben sich später in Seetalerhütte als Hüttenwirt nebst nepalnesischem Gehilfen entpuppt. Nach einem typischen Bergsteigeressen machen wir uns auf den Rückweg und verlassen die vom Eis eingeschlossene saukalte Hütte. Immer wieder macht die Wolkendecke kurz auf, so dass man einen Eindruck von der Größe des Gletschers bekommt. Eine geschickte Zeiteinteilung ermöglichte auch weniger geübten Bersteigern den Besuch der Seetalerhütte. Am Ausgangspunkt angekommen benützen wir die Föderbänder hinauf zum Gletscherrestaurant. In gemütlicher Kafferunde werden die Erlebnisse ausgetauscht. Auf 14.00 Uhr ist die Gondel talwärts für den SAV reseviert. Während des Einsteigens reißt die Wolkendecke auf, so dass die grandiosen Panoramen der Alpen sichtbar werden. Aber auch 1000 Meter tiefer ist die Talstation und die Ramsauer Hochfläche zu sehen. Sehr mutige Bergsteigerinnen und Bergsteiger haben die Möglichkeit auf dem Dach der Gondel in das Tal zu fahren. Froh und auch erleichtert verlassen wir in der Talstation unseren Panoramaplatz, es war ein grandioses Erlebnis. Nochlange nach dem Abendessen haben wir die Erlebnise ausgetauscht und disskutiert.

6.Tag Großglockner- Hochalpenstrasse, Nationalpark Hohe Tauern Glocknergruppe. Schon um 7.00 Uhr verlassen wir das Hotel und erreichen über Schladming, Bruck die Großglockner- Hochalpenstrasse. Diese gehört zu den großartigsten und landschaftlich eindrucksvollsten Hochgebirgs-straßen Europas. Bei strahlendem Sonnenschein kommen wir pünktlich auf der Kaiser-Franz- Josefs- Höhe 2362 Hm an. Ein grandioser Blick über den Pasterzengletscher und das Glocknermasiv überwältigt uns. Wir teilen uns in 2 Gruppen, die Touristen erkundeten die Kaiser-Franz- Josefs- Höhe und machten einen Rundgang der die Besichtigung der Swarovski Beobachtungs Warte, hoch über dem Pasterzengletscher einschloß. Die Bergwanderer wurden bereits am Eingang zum Gamsgrubenweg von unserem Ranger Markus erwartet. Nach einer allgemeinen Information über den Naturpark machten wir uns auf den Weg. Die ersten 800m gehen wir in einemTunnel mit Öffnungen zum Pasterzengletscher. Markus berichtet über ausgesetzte Bartgeier die bis Südfrankreich geflogen sind und wieder zurück kamen. Gesehen haben wir keinen. Auch die Steinböcke wollten sich Ihrem Chef heute nicht zeigen (Unser Ranger ist zuständig für das Wild, Privat- und Bundesland-Grundstücke). Die Bewegungen des Gletschers zeigt er uns an den Abrissstellen. Unvergesslich ist der Rastplatz am Ende des Gamsgrubeweges mit Blick auf den Kleinglockner und Großglockner mit Erzherzog Johannhütte. Ein kurzer Besuch im ehemaligen Goldgräberdorf Heiligenblut mit seinem Postkartenmotiv, der Kirche St. Vincenz, rundet den Besuch im Nationalpark Hohe Tauern ab. Nicht zu vergessen die hervoragende Leistung von Paul, der uns souverän durch die unzähligen Kurven und Steigungen fuhr.

7. Tag Rückfahrt, von unserem Standort in Ramsau am Dachstein fahren wir über Schladming, Radstadt, auf der österreichischen A 10 vorbei am Tennen- und Hagengebirge. Über Salzburg, Chiemsee, setzen wir unsere Reise nach Rosenheim fort. Überraschend sind wir eine gute Stunde zu früh angekommen, so dass das Kaffeseminar am Anfang zumindest etwas improvisiert wirkte, sich dann aber in der Diskussion als äuserst informativ erwies. Das anschließende Mittagsessen brachte den Zeitplan so durcheinander, daß nach dem Besuch bei Gaborschuhe keine Zeit mehr für Rosenheim übrig war. Wir sind am Abend munter und wohlbehalten in Neckartailfingen angekommen.

Herzlichen Dank an Paul, der uns immer sehr sicher gefahren hat und Ute für Ihre allzeitigen Servicedienste! Meinen zwei Wanderfreunden Fritz Frey und Manfred Wiatr für Ihre Hilfen.

Meinen Wanderfreundinnen und meinen Wanderfreunden danke ich für ein gutgelauntes mitwandern und mitmachen in allen Situationen, vielleicht sehen wir uns in der 39. KW 2015 wieder, das Hotel ist bereits gebucht.

Rudi Hess-Bauer



50. Jubiläumsausfahrt - Reisebericht
Wandern in der Sonnenstube der Schweiz
Vom Allalinhorn zum Genfer See, 23.-28. Sept. 2013

Montag 23. Sept.:
Um 6.30 Uhr geht´s los. Vom Betriebshof der Fa. Haussmann und Bauer über Neckartailfingen zum Flugplatz Donaueschingen und weiter über Schaffhausen und Winterthur nach St Gallen.
Führungen in der Stiftsbibliothek und in der Kathedrale eröffnen den kulturellen Teil der Reise. In der Stiftsbibliothek St. Gallen sind grundlegende Dokumente der abendländischen Kultur aus dem frühen Mittelalter erhalten geblieben. Die berühmten Schriften wie den Casus Monasterii oder den Codex sangallensis (Nibelungenlied) bekommen wir aber nicht zu sehen. Die aktuelle Sonderausstellung „Biblische Handschriften“ im Barocksaal füllt bereits alle Vitrinen. Zu sehen sind Handschriften vom 5. bis zum 18. und Drucke vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Und in der Ecke des Bibliotheksaales steht immer noch die ägyptische Mumie der Schepenese und löst bei den Besuchern Verwunderung aus.
Über Herisau, den Zürichsee, Schwyz und die Axenstrasse erreichen wir den Sustenpass (2224 m). Nach kurzer Fotopause geht es weiter über Innertkirchen und Meiringen an den Brienzer See. Unser Quartier Artos in Interlaken erreichen wir mit Verspätung und stürzen uns sogleich auf das Abendessen.

Wie jedes Jahr wurden drei Gruppen definiert:
1) Touristen,fahren mit der Seilbahn rauf und mit der Seilbahn runter
2) Wanderer,Wanderstiefel, Rucksack, Vesper, Seilbahn, Schrägaufzug gleichmäßig verteilt
3) Alpinerfahrene,mit Drang zum alpinistischen Highlight.

Dienstag 24. Sept.:
„Genüssliches Einwandern in mehreren Gruppen“ von Lauterbrunnen zur Kleinen Scheidegg.
Mit dem Bus fahren wir über Wilderswil entlang der Weissen Lütschine nach Lauterbrunnen. Von hier geht es mit der Wengeralpbahn (erbaut 1893) auf einer Zahnstangenstrecke 19,2 km hoch zur kleinen Scheidegg (2061 m). Eiger 3970 m, Mönch 4107 m, Jungfrau 4158 m, Breithorn 3782 m und Schilthorn 2960 m (Piz Gloria) umrahmen das Ganze bei tollem Sonnenschein.
Die Touristen fahren bis zur Kleinen Scheidegg und wieder hinunter. Die Wanderer schließen sich zum Berg- oder Talwandern zusammen. Bei der Talfahrt bzw. bei der Talwanderung kann in Wengeralp oder in Wengen unterbrochen und eingekehrt werden. Die Alpinerfahrenen sind nicht ausgelastet. Um 16.00 Uhr geht’s von Lauterbrunnen zurück ins Hotel.

Mittwoch 25. Sept.
Hinteres Lauterbrunnental, Grandiose Rundwanderung in einem Naturschutzgebiet des Kantons Bern. Am Ende des Lauterbrunner Trogtales, eingebettet zwischen Jungfrau und Gspaltenhorn, liegen die Gletscher des Breithorns und des Tschingelhorns. Aus diesen großen Gletschern werden die Wasserfälle der Region und des Schmadribaches gespeist.
Die Rundwanderung beginnt in Stechelberg (912 m) und führt auf einer Forststraße zum Berghaus Trachsellauenen (1202 m).
Diese ersten 300 Höhenmeter überwinden wir bequem mit dem Auto. Vorbei an den Resten eines Schmelzofens kommen wir zum Schürboden (1378 m). Im 18. Jahrhundert wurden hier Zink- und Bleierze bergmännisch abgebaut und verhüttet. Weiter geht es zum Talbachfall (1420 m) und nach einer weiteren guten halben Stunde erreichen wir den Rastplatz Wildi Egg. Eine schöne Aussicht bei strahlendem Sonnenschein und ein Rucksackvesper belohnen uns. Weiter geht’s zum Läger (1557 m) und zurück über eine Moräne zum Ausgangspunkt.
5 Stunden Wanderung und 700 m rauf und runter sind für den Anfang nicht schlecht. Die Talfahrt mit dem Bergtaxi, vom Berghaus Trachsellauenen nach Stechelberg, erspart uns weitere 300 Hm. Abseits der schweizerischen Straßenverkehrsordnung nehmen wirs mit der Beladung nicht so genau- wir sind aber gut in Stechelberg angekommen. Um 18.30 sind wir pünktlich zum Abendessen wieder im Hotel.

Donnerstag 26. Sept.
Jubiläumsrundreise Interlaken - Genfer See - Rhonetal - Martigny - Visp - Lötschberg mit der GOLDENPASSLINE und dem Lötschberger Regio Express.
Die müden Füße vom Vortag dürfen heute ausruhen. Wir beginnen unsere Bahnreise in Spiez und klettern auf der Normalspur durch das Niedersimmental nach Zweisimmen. Weiter bergaufwärts erreichen wir Saanen und haben mit 1274 m den höchsten Punkt auf der Strecke nach Montreux erreicht. Die nächste Station ist das mondäne Gstaad mit dem weithin sichtbaren Palace Hotel. In rascher Talfahrt überwinden wir gute 700 Höhenmeter und erreichen gegen 12 Uhr Montreux. Zwei Stunden Aufenthalt und ein mitgebrachtes Vesper reichen aus, um ein klein wenig den „Duft der feinen Welt“ zu schnuppern. Um 14 Uhr bringt uns der Regioexpress vorbei am Wasserschloss Chillon nach Villeneuve. In rascher Fahrt geht es das Rhonetal aufwärts vorbei an Aigle, Martigny und Sion.
Sierre und Brig sind die nächsten Stationen. In Brig nutzen die geschichtsbewussten die Umsteigezeit noch schnell um das Stockalberhaus zu erkunden. Von Brig aus (677 m) aus fahren wir mit der Lötschbergerin nach Goppenstein (1260 m). In zahlreichen Kehrschleifen mit Aussichtspunkten windet sich die Strecke hinab nach Spiez.
Die Füße tun jetzt nicht mehr weh – aber der Hintern vom vielen Sitzen.

Freitag 27. Sept.
Jubiläumswanderung in Saas-Fee 1800 m.
Paul bringt uns mit dem Bus nach Spiez und hier nehmen wir den IC durch den Lötschberg nach Visp selbstverständlich mit reserviertem Wagen. Mit dem gelben Postbus und mit wohlklingendem Horn fahren wir weiter entlang der Vispa. Bei Stalden teilt sich das Tal in das Mattertal und in das 20 km lange Saas Tal.,
In der „Freien Ferienrepublik Saas-Fee“ verteilen wir uns auf die zahlreichen Seilbahnen. Der stramme Fußmarsch zur Talstation Felskinn entpuppt sich als Kalorienvergeudung: Die Station ist geschlossen und wir müssen zurück zur Talstation des Alpin Express. Die Gondel bringt uns (mit umsteigen) in wenigen Minuten zur Bergstation Felskinn (3000 m). Pünktlich mit unserer Ankunft setzt der Regen ein. Ein Teil der Wanderer verschwindet sofort im Bergrestaurant. Eine Weiterfahrt im Tunnel mit der Standseilbahn auf das Mittel Allalin (3456 m) und das Drehrestaurant ist in Anbetracht der Wetterlage wenig verlockend.
Trotz des etwas zweifelhaften Wetters wandert eine Aktivgruppe entlang des geologischen Höhenweges über den Fee- und Cheesjengletscher zur Britanniahütte (3030 m). Der anvisierte Weg ist anscheinend abgerutscht, die angekündigte Höhendifferenz von 30 m verzehnfacht sich. Dafür bestätigt sich der Telefonanruf vom Vortag: „Ja, die Britanniahütte ist geöffnet“. Leider wurde nicht erwähnt, dass die Hütte zwar geöffnet ist aber nicht bewirtet wird – und schlafen wollte von uns da oben eigentlich keiner.
Normalaktive fahren mit der Hannig- Gondelbahn zur gleichnamigen Bergstation (2350 m). Schöne Spaziergänge bieten sich hier an und das Wetter wird immer besser. Kurz vor vier treffen wir uns am Saas-Fee Autobusterminal und mit dem Postbus geht es mit lautem „Tatü“ nach Visp und mit dem Zug zurück nach Spiez.

Samstag 28. Sept.
Rückfahrt über das Emmental
Da wir die Pünktlichkeit der Schweizer Eisenbahnen erlebt haben, wird dieses Prinzip sofort auf unseren Reisebus übernommen. Wir verlassen also Interlaken nicht um 09:00 sondern pünktlich um 09:02. Aus der Hochgebirgsregion des Berner Oberlandes fahren wir in das Emmental mit seiner alten bäuerlichen Kultur. Dem Thuner See entlang geht es nach Münsingen (Pestalozzi). Da wir gut in der Zeit sind, schlägt Rudi vor, noch schnell eine Keksfabrik zu besichtigen. Gesagt, getan und eingekauft. Natürlich kommen wir jetzt zu spät zur Führung in der Emmentaler Schaukäserei in Affoltern. Die Produktion der Weltmarke Emmentaler Käse wird ausführlich erklärt. Und als Strafe für unsere Unpünktlichkeit möchten die Schweizer Käsmacher 30 Franken Verspätungszuschlag - was Rudi natürlich strikt ablehnt. Nach dem obligatorischen Käseeinkauf und Stärkung im Restaurant geht es weiter. Über Huttwil, Zürich, Winterthur, Schaffhausen,Donaueschingen, Rottweil, Neckartailfingen.
Pünktliche Ankunft in Neckartenzlingen um 18:32 Uhr.
Schön wars: Essen gut, Wetter gut, Hotel und Zimmer gut, Landschaft top.
Zum guten Schluß:. Ritva wird, wie in den vergangenen Jahren, mit einem Fotoband, Land und Leute im Bild festhalten. Paul sorgte allzeit für eine sichere Fahrt. Das wechselnde männliche Buspersonal versorgte uns ausreichend mit Nass-Verpflegung. Natürlich konnten sie die Ute nicht ersetzen – aber welcher Mann kann das schon?
Sehr gefreut haben wir uns über die Spende der OG des SAV Neckartailfingen und auch über die Jubiläumsüberraschung der von Hausmann u. Bauer, nicht vergessen wollen wir auch die Nassspenden an die Reiseteilnehmer von den Reiseteilnehmern.
Herzlichen Dank an Gisela und Wolfgang Focke für den Reisebericht und Norman Hess-Bauer für die Teilnahme am der Vortour, sowie an Rudi Hess-Bauer für die Reiseleitung und Organisation der 50. Jubiläumsreise.

49. SAV Wanderausfahrt
1.Okt. -5. Okt.2012
Sagenumwobener Rhein, Wandern- Kultur- Wirtschaft am romantischen Rheinsteig
Ein Reisebericht

Montag 1. Okt. um 6.00 Uhr geht es los. Über Karlsruhe, Ludwigshafen, Alzey nach Mainz. Um 10.30 ist eine Firmenbesichtigung bei Werner & Mertz angesagt. Kaum einer kann mit dem Firmennamen etwas anfangen. Erst als sich herausstellt, dass dies der Hersteller von „Erdal“ ist, erwacht das Interesse. Die variable Produktion von über 200 verschiedenen Produkten und der dabei praktizierte hohe Umweltstandard beeindrucken. Neben Solarstrom und eigener Windkraft produziert eine Fremdfirma auf dem Betriebsgelände die Kunststoffflaschen für die Erdalprodukte. Tausende LKW Touren mit leeren Flaschen werden durch diese Produktion vor Ort jährlich vermieden.
Kurz nach 14.00 Uhr erreichen wir die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville. In dem malerischen Städtchen sehen wir uns um und besteigen anschließend das Motorschiff St. Nikolaus. Nach gemütlichen und sonnigen 1,5 Stunden erreichen wir Assmannshausen. Von hier fährt uns der Bus über Rüdesheim zum Hotel Jagdschloss Niederwald. Ein delikates Abendessen beendet den ersten Tag.


Dienstag 2. Okt. Kultur und Wandern, Klosterfrauen, Kirchen, Schlösser, Weinberge, Monumente und eine kleine Stadt.
Auf der Südseite des Rheinischen Schiefergebirges fahren wir zum Schloss Vollrads und lassen uns bei einer Führung die Geschichte derer von Greiffenclau erläutern. Danach geht es weiter zum Schloss Johannisberg im Besitz der Fam. Metternich. Wir genießen eine herrliche Aussicht unterstützt durch ein Glas Riesling. Die „Gehfaulen“ fahren mit dem Bus weiter zum Kloster Mariental, zur Abtei St. Hildegard und weiter nach Rüdesheim. Hier wird die Drosselgasse in Eigenregie erkundet. Weiter geht es mit dem Bus zur kath. Kirche mit dem Hildegardis-Schrein in Eibingen.
Die „Wanderer“ haben inzwischen 8 Kilometer und 150 Höhenmeter zurückgelegt und lauschen hier ebenfalls dem emotionsgeladenen Vortrag von Schwester Hiltrud (Ordensfrau der Benediktinerinnen) über das Leben der heiligen Hildegard von Bingen.

Gemeinsam fahren wir anschließend zum Niederwalddenkmal. Unter der „Germania“ nehmen wir Aufstellung für das obligatorische Gruppenfoto. Die Nimmermüden wandern anschließend zum Hotel, die meisten aber lassen sich transportieren.

Mittwoch 3. Okt. zur schönen Loreley - Königsetappe am Rheinsteig
Auf diesem Abschnitt, des 1907 eingerichteten Rheinsteiges, erwarten uns phantastische Ausblicke und aufregende Wanderabschnitte. Wie immer verlassen wir frühmorgens das Hotel und fahren mit unserem Bus an Rüdesheim vorbei, nach Assmanns-hausen, Lorch und Kaub. Über die Burgenstraße L 338 geht es nach Bornich und zum Startpunkt der Wanderung. Beim bekannten Hotel Blücher in Dörscheid starten die Wanderer zu den Aussichtspunkten Schanze und den Felsenklippen der Rosssteine. Auf dem mit Drahtseil gesicherten Felsenpfad geht es abwärts, mit atemberaubenden Ausblicken auf den Rhein gegenüber Oberwesel. Vorbei an der alten Burg steigen wir ab zum Urbachtal und steigen sofort wieder sehr steil auf. Weiter zum Aussichtspunkt Spitznack mit fantastischem Blick auf das Rheintal.
Beim Loreley Besucherzentrum trifft man sich nach ca. 14 km Wanderung mit den „Gehfaulen“ die einen großen Teil des Tages schlemmend im Hotel Blücher verbracht haben. Hier auf dem Loreley Felsen suchen nun alle vergeblich die Skulptur der schönen Blonden mit den langen Haaren. Einheimische versichern uns aber, dass es keine Skulptur hier oben gebe, ein Denkmal existiert nur unten im Rhein. Die Loreley sitzt dort unten den ganzen Tag und kommt nur zum Schlafen herauf...


Donnerstag 4. Okt. geplant ist eine interessante Wander- und Sightseeing Tour hoch über der großen Stromschleife Bopparder Hamm. Aber Petrus hat kein Mitleid mit uns, es schüttet aus allen Kübeln. Wir werfen das Programm um und fahren mit kurzem Halt in Rhens und Lahnstein nach Koblenz. Mit der Seilbahn geht es hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Hier trocknen wir die durchgeweichten Jacken, trinken Kaffee, besichtigen die Reste der Gartenschau und staunen über umfangreiche historische Ausstellungen in der riesigen Festungsanlage.
Auf der Rückfahrt streifen wir kurz Boppard mit seinem schönen Marktplatz. Alle sind sich einig: Wir haben das Beste draus gemacht.


Freitag 5. Okt. Köln – der Dom
Rudi ist es geglückt, eine fachkundige Führung im Kölner Dom und im Domschatz zu organisieren. Interessant ist die Baugeschichte von St. Peter und Maria: Die Gebeine der heiligen drei Könige wurden 1164 von Mailand nach Köln überführt (andere sagen geraubt) und sorgten dafür, dass Köln zu einem beliebten Wallfahrtsort wurde. Über 600 Jahre wurde am Dom gebaut und es wurden tatsächlich, für große Flächen der Nordseite, Steine aus Schlaitdorf verwendet. Im Jahr 1880 wurde der Dom dann endlich in Gegenwart von Kaiser Wilhelm geweiht. Mit seinen 156 Meter hohen Türmen ist der Dom auch heute noch eine der größten Kirchen der Christen. Auch die Führung durch die Schatzkammer mit ihren zahlreichen liturgischen Geräten, Handschriften und Gewändern war beeindruckend.

Auf der fröhlich besungenen Heimfahrt sind sich alle einig: Ein gelungener Wanderausflug! Dank an Rudi und Hanne für die liebevolle Planung und Organisation sowie den fachmännischen Transport durch Paul. Last not least hat uns Ute gut versorgt und keiner musste hungern oder dürsten.

Zum guten Schluss
Den wie immer ausgezeichneten Reisebericht schrieb, wie in den vergangenen Jahren, Wolfgang Focke. Ritva Wilmann wird auch in diesem Jahr die unvergesslichen Eindrücke in einem Bildband festhalten, unterstützt wird Sie von Angelika Immel, Jürgen Grupp und Hermann Wenhardt.

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön
Rudi und Hanne Hess-Bauer


Ausblick für das Jahr 2013
50. Jubiläums-Wanderfahrt vom 23.Sept.- 28. Sept. 2013, Schweizer Alpen.


48. SAV Wanderausfahrt der Ortsgruppe 26. Sept.- 1.Okt. 2011
Faszination „Großer Aletsch-Gletscher“ - Nachbericht

Vom Großen Aletschgletscher und der beeindruckenden Schweizer Bergregion faszinieren ließen sich Ende September, Anfang Oktober 46 Mitglieder und Freunde der Neckartailfinger Albvereins-Ortsgruppe. Rudi und Hanne Hess-Bauer hatten die Omnibus-Wanderreise zu Kultur und Natur im Berner Oberland, Wallis und den Emmentaler Alpen minutiös ausgetüftelt. „Wir haben für alle Interessenlagen und jedes sportliche Leistungsvermögen Angebote vorbereitet“, war den beiden erfahrenen Hobby-Reiseleitern wichtig. Die Führung beim Ringier-Verlag, dem Herausgeber der Schweizer Zeitung „Blick“ in Luzern gewährte bereits auf der Anreise nach Interlaken ins Hotel Artos interessante Einblicke, die Fahrt über Lugerer See, Brünigpass und Brienzer See erste grandiose Ausblicke. Absoluter Höhepunkt der sechstägigen Reise war das UNESCO-Weltnaturerbe „Großer Aletschgletscher“. War bereits die Anfahrt zum mit 23 Kilometern längsten Gletscher der Alpen durch den Lötschbergtunnel von Spiez nach Brig, weiter mit der Matterhorn-Gotthardbahn Rhonetal aufwärts nach Betten und von dort nochmals weiter mit zwei Bergbahnen über die Bettmeralp zum Bettmerhorn ein besonderes Erlebnis. Die Krönung der Reise war der Ausblick vom 2647 Meter hohen Bettmergrat mit Sicht bis zum Matterhorn. Den zweiten Höhepunkt an diesem Tag erwanderten sich die Neckartailfinger in viereinhalb Std. über acht Kilometer und 450 Höhenmeter auf dem Gletscherweg zum Kühboden und Eggishorn 2926m, der Blick zum Konkordiaplatz ein grandioses Bergerlebnis. Zwei Tage zuvor war Hasliberg/Planplatten auf 2250 Metern Seehöhe ideales Ziel zum lockeren Einwandern. Eiger, Mönch und Jungfrau im Blick, wanderte eine Gruppe über den atemberaubenden Höhenweg von der Planplattenspitze zum Balmeregghorn, alternativ waren leichtere Wanderungen kombiniert mit Gondelfahrten möglich. Eine über 100 Jahre alte, elektrische Zahnradbahn brachte die Wanderer am zweiten Tag innerhalb einer Stunde von Wilderswil durch die wechselnden Vegetationsstufen auf die knapp 2000 Meter hoch gelegene „Schynige Platte“. Ob malerischer Spaziergang durch die alpine Herbstvegetation des beeindruckenden Alpenpflanzengartens oder stramme Tour über das Oberberghorn Richtung Loucherhorn, gemeinsam traten die Gruppen nachmittags die Talfahrt an. Tags nach der anstrengenden Aletsch-Tour bot das sonnige, wildreiche Hochplateau des 1950 Meter hoch gelegenen Niederhorns Erholung. Hoch über dem geistigen Zentrum für evangelische Theologie in Beatenberg, führte der Weg über den Güggisgrat zum Burgfeldstand und weiter zum Gemmenalphorn. Almen und Naturschutzgebiete gewährten Erholung für Körper und Geist. Eine flotte Talfahrt, statt Seilbahn, wurde mit dem Trotti Bike, auf schwäbisch Radelrutsch, mit großer Begeisterung angenommen. Vor der Heimreise über Zürich – Schaffhausen nach Neckartailfingen nutzten die „Stadtwanderer“ die Gelegenheit zum Stadtbummel in Luzern. Die Bergwanderer eroberten einen der bekanntesten Aussichtspunkte der Zentralschweiz, den 2148 Meter hohen Pilatus Kulm mit der steilsten Zahnradbahn der Welt. Statt einem senkrechten Zahnrad, greifen hier zwei liegende, getrennt angetriebene Zahnräder seitlich in die Zahnstange. Danksagung nach sechs unvergesslichen, sonnigen und unfallfreien Reisetagen: Paul Meyer für das souveräne Fahren unterstützt im Servicebereich durch seine Frau Ute. Allen Reiseteilnehmern für die gute Gemeinschaft, dem Organisatoren-Ehepaar Rudi und Hanne Hess-Bauer für die perfekte Planung vorab und die kompetente Leitung vor Ort.

47. SAV Wanderausfahrt vom 22. – 27. September 2010- Nachbericht - Herrliche Berge – sonnige Höhen - Wandern in den Dolomiten

Unter diesem Motto waren wir in den schönsten Gebieten der Südtiroler Bergwelt auf Wanderschaft. Vom Villnöstal aus, waren der Rosengarten, Pordoijoch mit dem Übergang zur Marmolada und die Geisler- Spitzen mit der Gschnagenhard Hütte, unsere Wanderziele. Mit dem Besuch von Brixen und Bozen kam auch die kulturelle Seite nicht zu kurz. Unvergesslich, für jeden Teilnehmer, war die Führung im Süd-Tiroler Landesmuseum. Wir wurden sehr gut über die Lebensweise der Menschen vor 4500 Jahren informiert. Der auf dem Similaungletscher gefundene Bergwanderer Ötzi, mit seiner Ausrüstung und Kleidung hat alle Teilnehmer tief beeindruckt.
Wie in den vergangenen Jahren hat Frau Ritva Willmann einen sehr schönen Bildband über unsere Wanderreise zusammengestellt. Wer sich eine Ausgabe bestellen will ( und das noch nicht gemacht hat), wendet sich umgehend an Frau Willmann Tel.:3 29 76.
Mit besten Grüßen Rudi Hess-Bauer

Nachbericht Wanderfahrt 2009

21.- 26. Sept.2009

Berner Alpen, Walliser Alpen, Zentrale Schweiz.

Am Montag den 21. Sept. geht’s über Donaueschingen, zur Besichtigung der Brauerei Feldschlösschen (Schweizerischer Marktführer) nach Rheinfelden CH. Bis auf unseren Fahrer Paul haben alle die verschiedenen Bierproben mit großem Durst und viel – Wissen - getestet.
Über Basel erreichen wir Bern. Unter den Arkaden der Gerechtigkeits- und Kramgasse geht’s zum
Zytglockenturm und zum Kindlifresserbrunnen. Am Bundeshaus ist alles abgeriegelt, man erwartet den Russischen Staatspräsidenten. Wir warten nicht und fahren weiter nach Thun. Während die Reiseleitung die Tickets, für Schiff, Eisen-, Zahnrad-, Seil- und Gondelbahnen besorgt,
wandern wir an der Aare entlang. Am Abend erreichen wir unser Hotel Artos in Interlaken, Zimmerverteilung und ein prima Abendessen beendenden Tag.
Am Dienstag fahren wir mit dem Bus entlang der schwarzen Lütschiene nach Grindelwald. Hier steigen wir auf den Bergbus um und fahren mit viel –Posthorn- hinauf zur Großen Scheidegg.
Eine Querwanderung auf dem Panoramaweg zum Berghaus First schließt sich an. Wetter und Stimmung sind prächtig. Schreckhorn, Finsteraarhorn, Eiger, Jungfrau und Mönch begleiten uns den ganzen Tag. Die Profis machen noch einen Abstecher zum Bachalpsee und zurück. Gemeinsam geht es mit der Gondelbahn dann wieder ins Tal nach Grindelwald.
Mittwoch ist der Tag des Individuums. Kaum zwei Teilnehmer haben das gleiche Programm. Es herrscht natürlich wieder Sonnenschein. Entlang dem Thuner See nach Spiez und weiter nach Kandersteg . Hier trennen sich die unterschiedlichen Leistungsklassen.
Die Profis machen eine Weitwanderung von gut 6 Stunden. Gestartet wird mit der Luftseilbahn Kandersteg – Sunnbüel. Weiter geht’s zum Berghaus Schwarenbach und zum Ziel Gemmi – Pass.
Dieser ist eingerahmt von den Bergriesen Doldenhorn 3643 m, Balmhorn 3699 m und Rinderhorn 3453 m. Es ist die meistbegangenen Passroute vom Berner Oberland in das Wallis. Neben dem Albverein Neckartailfingen waren hier schon Mark Twain, Lenin und Pablo Picasso zu Gast. Ein großartiger Ausblick, von einer fast 600 m senkrecht abstürzenden Felswand auf Leukerbad, das Rhonetal und die Walliser Alpen. Nach einer wohlverdienten Rast geht es auf gleichem Weg zurück.
Die Halbprofis machen die gleiche Tour aber „nur“ bis zum Berghaus Schwarenbach. Und die Nichtprofis fahren mit Hanne und Paul zur Talstation der Oeschinensee Gondelbahn, besteigen die Gondel und nach kurzer Wanderung erreichen sie den tiefblauen Oeschinensee, in dem sich die
300 m hohen senkrechten Felswände und Gletscher des Blüemlisalp -Massives spiegeln. Am Abend treffen wir uns wieder in Kandersteg und fahren zurück nach Interlaken.
Am Donnerstag ist natürlich auch wieder prächtiges Wetter. In Spiez besteigen wir den IC. Durch
den 14 Km langen Lötschbergtunnel geht es nach Visp und weiter mit dem Regio - Express nach Zermatt. Unvergessliche Eindrücke erleben wir mit der höchsten Zahnradbahn Europas, der Gornergratbahn. Langsam bringt sie uns auf den hoch über dem Gletscher liegenden Gornergrat
3090 m mit überwältigendem Blick auf 29 Viertausender. Besonders zu erwähnen: die Dufourspitze mit 4634 m der höchste Berg der Schweiz, und last not least das Matterhorn 4478 m. In seiner vollen Schönheit begleitet uns das Matterhorn den ganzen Tag.
Verschiedene Wanderaktivitäten werden angeboten und diskutiert. Am Ende macht jeder was ihm gefällt und schließt sich der entsprechenden Gruppe an.
Wir treffen uns alle in Zermatt in der Bahnhofstrasse. Geschäftiges Treiben, Hotels und Restaurants aller Preislagen sowie Souvenirläden (sogar mit Schweizer Produkten) suchen den lockeren Franken. Ungewohnt sind die lautlosen Elektroautos, die sich heimlich von hinten dem Touristen nähern.
Am späten Nachmittag geht es mit dem IC und Bus zurück nach Interlaken. Wir hatten das seltene Glück das Matterhorn und die benachbarten gewaltigen Bergmassive bei vollem Sonnenschein zu sehen. Für alle Bergfreunde ist ein unvergesslicher Tag zu Ende.
Freitag der 25. September ist der Tag der Eisenbahn. Mit dem Bus von Interlaken aus entlang dem tiefgrünen Brienzersee erreichen wir das ländliche Brienz. Mit der einzigen Schmalspur - Dampfzahnradbahn der Schweiz schnaufen wir hinauf zur Station Planalp 1341 m .Dort muss die Lok Wasser nachtanken. Weiter geht es zum Gipfel Rothorn Kulm 2244 m. Die Sonne strahlt uns in´s Gesicht, aber unsere Füße sind in dichte Wolken gehüllt. Die Sicht nach unten ist einfach nicht vorhanden. Das Berghotel Rothorn Kulm entschädigt mit einer herrlichen Sonnenterrasse und einer reichhaltigen Auswahl von Spezialitäten.
Auf unterschiedlichen Pfaden geht es wieder bergab nach Brienz. Die einen fahren mit der Dampfzahnradbahn, die anderen wandern hinab bis zum Bus. Abends gibt es im Hotel noch ein Abschiedsbuffet und der Mann am Klavier, Gerhard Frank, gibt sein Bestes. Einfach wunderbar…
Samstag ist Rückreisetag. Über den Brüning Pass, an Samen und der Talstation der Pilatus Bahn vorbei, erreichen wir Luzern. An der Landungsbrücke erwartet uns das Schiff, das uns über den Vierwaldstätter See nach Vitznau bringt. Mit der bereits 1871 erbauten Rigi Bahn fahren wir langsam und genüsslich auf den Rigi Kulm 1798 m. Hier haben wir 3 Stunden Zeit zum Wandern oder zum Faulenzen. Um 15.00 Uhr treffen wir uns an der Bergstation Rigi Staffel und fahren zur Talstation
Arth – Goldau, dort werden wir von unserem Bus erwartet. Über, Zürich, Schaffhausen und Donaueschingen erreichen wir Neckartailfingen.
Besonderer Dank gilt Rudi und Hanne Hess-Bauer für die vorzügliche Ausarbeitung dieser Reise. Erste Umfrageergebnisse im Bus zeigen, dass wir nächstes Jahr vielleicht doch wieder so etwas ähnliches machen könnten...
Zum guten Schluss:
Für den Reisebericht und die kommenden DVD zeichnet Wolfgang Focke. Der Mann am Steuerrad, Paul Meyer, er hat uns auch dieses Jahr wieder souverain über die Schweizer Pässe gefahren.
Gerhard Frank, der Meister des Piano Forte, der uns zur Abendstunde glänzend unterhalten hat.
Die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, welche mit Bild und Wort zur Dokumentation unserer Wanderreise beigetragen haben bzw. noch beitragen werden: Angelika Immel, Erna Ebert,
Jürgen Grupp und Ritva Willmann. Ritva wird auch in diesem Jahr, die unvergesslichen Eindrücke in einem Bildband festhalten.
Ihnen allen ein herzliches Dankeschön.
Rudi und Hanne Hess-Bauer